WPg 2/2012, S. S. 83 bis 90
WP/StB Dr. Thomas Senger, Dr. Corinna Ewelt-Knauer und StB Dr. Felix Hoehne
Statuswahrende Aufstockung und Abstockung von Anteilen an Tochterunternehmen im HGB-Konzernabschluss
Die handelsrechtliche Abbildung von Auf- und Abstockungen von Kapitalbeteiligungen an Tochterunternehmen im HGB-Konzernabschluss war bislang gesetzlich nicht geregelt. Nach überwiegender Meinung waren Auf- und Abstockungen indes als Anschaffungsbzw. Veräußerungsvorgang darzustellen. Leider wurde versäumt, im Zuge des BilMoG diese bislang vorherrschende Praxis durch eine entsprechende Verankerung im Gesetz zu legitimieren. Vielmehr noch: Infolge der durch das BilMoG angestrebten Angleichung des Handelsbilanzrechts an die IFRS scheint die Frage nach der bilanziellen Abbildung solcher Transaktionen erneut gestellt werden zu müssen, da nach den internationalen Regelungen eine Pflicht besteht, sie erfolgsneutral über das Eigenkapital abzubilden. Der vorliegende Beitrag erörtert diese mögliche neue Beurteilungsperspektive und zeigt, wie dem komplexen Thema der Auf- und Abstockungen im handelsrechtlichen Konzernabschluss begegnet werden sollte.
Autorenangaben
Dr. Thomas Senger
Senior Partner und Mitglied des Vorstands der Warth & Klein Grant Thornton AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf
Dr. Corinna Ewelt-Knauer
Habilitandin am Institut für Rechnungslegung und Wirtschaftsprüfung der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster
Dr. Felix Hoehne
Mitarbeiter der Warth & Klein Grant Thornton AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf
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