IDW zu Konsultationen der Monitoring Group und des Public Interest Oversight Board
13.07.2012
Die Monitoring Group (MG) und das Public Interest Oversight Board (PIOB) haben folgende Konsultationen veröffentlicht, zu denen das IDW Stellung genommen hat:
Monitoring Group: Public Consultation on the governance, (with special focus on organisational aspects, funding, composition and the roles), of the Monitoring Group, the PIOB and the standard-setting boards and Compliance Advisory Panel operating under the auspices of the International Federation of Accountants (IFAC) und
PIOB Work Programme 2012 and Beyond, Public Consultation Paper.
Nach Meinung des IDW enthält das Konsultationspapier der MG eine Reihe von Annahmen und logischen Sprüngen. Daraus lässt sich nicht auf die Notwendigkeit schließen zu hinterfragen, ob die Überwachung der Standardsetzungsaktivitäten in Abschlussprüfung und Ethik angegemessen und geeignet sind. Das IDW wendet sich nicht gegen eine Änderung oder begründete Diskussionen, mit denen die Regeln zur Überwachung verbessert werden können, diese müssen jedoch auf überzeugenden Nachweisen und objektivierbaren Analysen aufbauen. Das IDW sieht die Mitgliedschaft von Berufsangehörigen in den Standard-Setting Boards als unabdingbar für die Qualität der Standards an.
Den derzeitigen Auftrag des PIOB, das Vertrauen von Investoren und anderen Beteiligten darin zu stärken, dass die IFAC das öffentliche Interesse ausreichend wahrnimmt, sieht das IDW in seiner Stellungnahme weiterhin positiv. Darüber hinaus stimmt das IDW den mittelfristigen strategischen Zielen des PIOB zu. Das IDW betont jedoch die Bedeutung der Kommunikation mit den Mitgliedern der Standard-Setting Boards sowie deren Beratern. Vor diesem Hintergrund ist das IDW besorgt, ob das sog. Oversight Assurance Model anstelle einer durchgängigen direkten Überwachung der Standard-Setting Boards einen ausreichenden Schutz des öffentlichen Interesses gewährleisten kann.

